Quelle der Daten für diesen Artikel: all eyes on screens

Nachdem am Mittwoch noch Lidl deutlich vor Edeka an der Spitze des Werbe-Rankings im deutschen Fernsehens lag, hat Edeka einen Tag später die Führung übernommen. Mit einer durchschnittlichen Reichweite von 86,87 XRP gab's Platz eins für den Lebensmittelhändler - der sich jedoch ein denkbar knappes Rennen mit Parship lieferte, das auf einen XRP-Wert von 86,06 kam. Allerdings liefen nahezu doppelt so viele Parship- wie Edeka-Spots im deutschen Fernsehen. Die Dating-Plattform war wiederum das am häufigsten beworbene Unternehmen des Tages. 

Interessantes Detail: Während Edeka in den vergangenen Tagen die Zahl der TV-Spots deutlich erhöht hat, Lidl am Donnerstag kein einziges Mal im deutschen Fernsehen geworben. Die meisten Edeka-Spots sendeten übrigens DMAX und Comedy Central, gefolgt von RTL, wo wiederum - während des ungleich höheren Marktanteils - dann auch die mit Abstand hrößte Reichweite eingefahren wurde. Mit deutlichem Abstand folgten Vox und Das Erste.

221027 Ads2 © AdScanner

Unverändert aufmerksamkeitsstark ist unterdessen die aktuelle Magenta-TV-Kampagne der Deutschen Telekom anlässlich der bevorstehenden WM-Übertragungen. Zwar schaltete die Telekom am Donnerstag nur 82 Spots, doch die verhalfen dem Unternehmen zu einer Reichweite von 76,53 XRP, was für den dritten Platz im AdScanner-Ranking reichte. Ähnlich effizient warben auch C&A und Check24, die sich hinter der Telekom einsortierten.  

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Welches Unternehmen hat gestern das Fernsehen am stärksten für seine Kommunikation genutzt? DWDL.de und AdScanner bringen Licht ins Dunkel und veröffentlichen täglich die Hitlisten der Produkte, für die am Vortag die meisten Spots geschaltet wurden bzw. deren Spots die höchsten Brutto-Reichweiten erzielt haben - wobei Eigenwerbung der Sender hiervon ausgenommen ist. Die Messung der Reichweiten basiert auf der sekundengenauen Erhebung der TV-Nutzung von rund einer Million Haushalten in Zusammenarbeit mit Vodafone.

Statt einer durchschnittlichen Werbeinsel-Reichweite macht AdScanner also auch Unterschiede innerhalb eines Werbeblocks sichtbar. Statt der bislang branchenüblichen GRP (Gross Rating Points) spricht AdScanner daher von XRP (Exact Rating Points), die sich immer auf die gemessenen Vodafone-Haushalte beziehen. Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.