Mit dem Krimikomödien-Klassiker "Der voraussichtlich letzte Streich der Olsen-Bande" aus dem Jahr 1974 erzielte das MDR Fernsehen am Samstagabend einen erstaunlichen Erfolg - und zwar gerade bei der jüngeren Generation. So sahen insgesamt 790.000 Zuschauer den Film, das reichte schon beim Gesamtpublikum für gute 3,1 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen sah es aber - völlig untypisch für ein Drittes Programm - sogar noch deutlich besser aus: 350.000 Zuschauer aus dieser Altersgruppe trieben den Marktanteil auf 3,9 Prozent, dem fast Vierfachen des normalen Quoten-Niveaus.

Bemerkenswert: Damit lockte der MDR mit seinem Dritten Programm sogar mehr junge Zuschauer vor den Fernseher als mit dem vom MDR produzierten "Sommerfest der Abenteuer", das im Ersten zu sehen war und sich mit 0,33 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern und 3,6 Prozent Marktanteil in dieser Altersgruppe zufrieden geben musste. Insgesamt hatte die Show mit Florian Silbereisen aber natürlich deutlich mehr Zuschauer: 4,48 Millionen Zuschauer verfolgten die dreistündige Sendung, der Marktanteil beim Gesamtpublikum lag bei starken 17,6 Prozent.

Für den Tagessieg reichte es für Florian Silbereisen dennoch nicht ganz. Der ging an "Kommissarin Lucas", die im ZDF sogar 4,7 Millionen Zuschauer erreichte und damit auf 18,3 Prozent Marktanteil kam. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen lief es für den ZDF-Krimi mit 9,5 Prozent Marktanteil sehr gut. Eine "Kommissar Stolberg"-Wiederholung erreichte im Anschluss dann allerdings nur noch 3,43 Millionen Zuschauer, was 12,9 Prozent Marktanteil entsprach. Über die gesamte Sendezeit bis 23:15 Uhr gesehen war das "Sommerfest der Abenteuer" daher somit doch Marktführer.