"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus" dominierte erwartungsgemäß wie schon in der Woche zuvor auch in Woche 2 das Ranking der stärksten Programmmarken im Streaming. Die Wochen-Nettoreichweite blieb dabei im Vergleich zur KW5 annähernd konstant bei rund 2,5 Millionen - so viele Menschen kamen also mindestens einmal mit einem Inhalt unter der Programmmarke "IBES" in Kontakt - das kann die Sendung selbst gewesen sein oder auch ein begleitender Inhalt wie etwa "Die Stunde danach".

RTL hat zudem nun auch Zahlen für die gesamte Staffel bekannt gegeben. Für den gesamten Zeitraum zwischen dem 20. Januar und 9. Februar ergibt sich sogar eine kumulierte VOD-Nettoreichweite von 4,22 Millionen. Zudem nannte RTL nun neben der Nettoreichweite nun auch die Zahl der Views - hier wird also jeder Abruf eines Inhalts unter der Marke "Ich bin ein Star" einzeln gezählt. Zwischen dem 24. Januar und 16. Februar wurden so 30,18 Millionen Views generiert.

Zurück zu den Programmmarken und deren kumulierter Nettoreichweite in der Woche zwischen dem 3. und 9. Februar. Hier ging Platz 2 einmal mehr an die "Tagesschau", die 1,606 Millionen Menschen binnen einer Woche erreichte, auch die "ntv Nachrichten"  übersprangen die Millionen-Marke und lagen damit weit vor "Welt News" (0,570 Millionen) und "heute", das im ZDF bei etwas mehr als einer halben Million erreichter Menschen rangierte.

Nettoreichweitenstärkste Programmmarken im Streaming in KW 6 (3.2.-9.2.)

Programmmarke Anbieter Nettoreichweite
Streaming only
Ich bin ein Star - Holt mich hier raus RTL-Gruppe 2,461
Tagesschau ARD-Gruppe 1,606
Der Bergdoktor ZDF-Gruppe 1,307
Bundesliga DAZN-Gruppe 1,186
ntv Nachrichten RTL-Gruppe 1,089
Sportschau ARD-Gruppe 0,989
Tatort ARD-Gruppe 0,957
heute-show ZDF-Gruppe 0,839
ZDFinfo Doku ZDF-Gruppe 0,779
Markus Lanz ZDF-Gruppe 0,707
Die Rosenheim-Cops ZDF-Gruppe 0,696
Frühling ZDF-Gruppe 0,628
Die Chefin ZDF-Gruppe 0,590
Welt News Springer-Gruppe 0,570
Gute Zeiten, Schlechte Zeiten RTL-Gruppe 0,540
Sturm der Liebe ARD-Gruppe 0,538
ZDFheute live ZDF-Gruppe 0,526
heute ZDF-Gruppe 0,507
Rote Rosen ARD-Gruppe 0,491
In aller Freundschaft ARD-Gruppe 0,489

Quelle: AGF Videoforschung; AGF SCOPE 1.9; 03.02.2025-09.02.2025; verschiedene Nutzungsfilter; Marktstandard: Bewegtbild; Auswertungstyp Programmmarke; nutzungsbezogen; Paketnummer: 15059 vom 17.02.2025

Generell war das ZDF aber der dominierende Absender im Ranking der nettoreichweitenstärksten Programmmarken im Streaming. Gleich 9 Plätze in den Top 20 gehen an die Mainzer, ganz vorne rangiert hier "Der Bergdoktor" mit einer enormen Nettoreichweite von 1,307 Millionen, sehr gefragt waren auch die "heute-show" (0,839 Millionen) und "Markus Lanz" (0,707 Millionen). Mit den "Rosenheim-Cops" und "Die Chefin" schafften es aber auch Krimi-Marken weit nach vorne.

ZDF freut sich über "FC Hollywood"

Unterdessen freut man sich - abseits der Programmmarken-Liste - beim ZDF auch über die Abrufzahlen der Sport-Dokuserie über den "FC Hollywood". Insgesamt sechs Millionen Views hat der Fünfteiler über die turbulente Phase des FC Bayern München laut ZDF-Infos generiert, wobei allein auf die erste Folge sogar 1,8 Millionen Views entfielen. ZDF-Audience-Direktor Florian Kumb: "'FC Hollywood' ist ein gelungenes Beispiel, wie wir mit einem ungewöhnlichen Programmangebot im Genre Sport im Digitalen neue Nutzergruppen erschließen können. Das schafft Motivation, weitere Leuchtturmprojekte dieser Art zu kreieren und umzusetzen."

ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten: "Der Erfolg von 'FC Hollywood', aber auch von der Dokuserie 'The Wagner Brothers' über die Basketball-Brüder Moritz und Franz Wagner stärkt uns auf dem Weg, mit Sport-Dokumentationen, Porträts von Athletinnen und Athleten sowie investigativen Sport-Reportagen gerade auch einem jüngeren Publikum ein attraktives Programmangebot zu machen."

Programmmarken? Was ist das?

Die 2024 eingeführte Ausweisung der AGF soll Auskunft darüber geben, wieviele Menschen mit Video-Inhalten einer "Programmmarke" in Kontakt gekommen sind - zunächst einmal unabhängig ob im linearen TV, den Mediatheken oder Websites der Sender; unabhängig davon, ob es sich um eine ganze Folge oder einen kurzen Schnipsel handelte; unabhängig davon, wie lang die Nutzung war. Spannend ist dabei insbesondere die Auswertung rein auf Streaming-Ebene, weil hier bislang kaum öffentliche Daten vorlagen und auf die wir uns hier daher konzentrieren. Wichtig allerdings: Es geht hier nur um die Reichweite auf eigenen Plattformen, YouTube oder Soziale Netzwerke werden nicht erfasst. Und: Es handelt sich stets um Nettoreichweiten, die nicht vergleichbar sind mit der durchschnittlichen Sehbeteiligung, wie man sie aus der TV-Quoten-Berichterstattung kennt. Details dazu haben wir in einem eigenen Artikel erläutert.