Zu den neuen Formaten, mit denen der SWR ein jüngeres Publikum ansprechen will, gehört "Die Cosar Show" mit dem Comedian Özcan Cosar. Nun steht fest, wann die neue Sendung Premiere feiern wird: Das SWR Fernsehen strahlt "Die Cosar Show" ab dem 10. November jeweils dienstags um 22:30 Uhr aus. Darüber hinaus ist das Format auch in der ARD-Mediathek verfügbar, Teile davon sind außerdem im Anschluss auf YouTube, Instagram und Facebook zu sehen.

Nach Angaben des SWR soll die von Constantin Entertainment produzierte Show "mehr als nur unterhalten" und "Comedy-Momente mit Relevanz" schaffen. So sind neben Talks mit prominenten Gästen auch Außenaktionen geplant, in denen Özcan Cosar versucht, "soziale Probleme mit den Waffen der Comedy zu lösen", wie es heißt. So soll Cosar zeigen, "wie Unterhaltung und harte Fakten zusammengehen, dass sich mit Humor (fast) alle Probleme lösen lassen".

Unterstützt wird Cosar, der seit 2008 als Stand-Up-Comedian auftritt und im vergangenen Jahr den Deutschen Comedypreis als bester Newcomer gewann, von einer Studioband. In den sozialen Netzwerken verzeichnet Özcan Cosar bereits eine große Fangemeinde und ist unter anderem mit dem Podcast "Bratwurst und Baklava" erfolgreich. Diesen Erfolg will der SWR nun auch gerne aufs Fernsehen übertragen.

SWR schielt auf jüngeres Publikum

Clemens Bratzler © SWR/Alexander Kluge SWR-Programmdirektor Clemens Bratzler
Clemens Bratzler, als SWR-Programmdirektor unter anderem für Unterhaltung verantwortlich, hatte bereits im September über die Strategie seines Senders gesprochen, verstärkt auf neue Köpfe und neue Formate setzen zu wollen - ohne dabei ausschließlich auf die lineare Quote zu schielen. "Das Medienverhalten jüngerer Menschen lässt sich nicht mehr allein an der Quote festmachen", erklärte Bratzler im DWDL.de-interview.

Wie groß die lineare Reichweite des SWR Fernsehen ist, könne ihm nicht egal sein. "Aber es dominiert nicht die Strategie", so Bratzler. "Ich trete nicht in den aus meiner Sicht etwas albernen Wettbewerb ein, welches Dritte Programm der ARD jetzt im Ranking der jährlichen Durchschnittsquote wo steht - weil das nicht unsere Wettbewerber sind."