
Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" würden beim ZDF derzeit verschiedene Leistungspakete geschnürt, mit denen Kleber zum Verbleib in Mainz animiert werden soll. Unter anderem stehen dem Bericht zu Folge mehr Freiheiten bei der Erstellung von Reportagen und ein höheres Gehalt im Raum.
Eine Entscheidung Klebers über seine berufliche Zukunft wird noch vor Weihnachten erwartet. Im Spiegel-Verlag sollen sich die Mitarbeiter KG und der Gruner + Jahr Verlag als Gesellschafter für die Berufung Klebers ausgesprochen haben.
Kleber, der sich in der vergangenen Woche in den USA aufhielt, wird an diesem Montag wieder in Mainz eintreffen. Für den heutigen Montag wird zudem eine offizielle Erklärung des Spiegel-Verlags erwartet. Sollte Kleber sich tatsächlich dafür entscheiden, als gestandener Fernseh-Macher künftig eine der wichtigsten Zeitschriften Deutschlands redaktionell zu leiten, hätte der "Spiegel" seine große Personalfrage vorerst geklärt. Beim ZDF hingegen würde eine große Personal-Baustelle eröffnet. Kleber ist nicht nur bei den Zuschauern beliebt. Auch innerhalb des Senders sowie in dessen Gremien erfreut er sich großer Beliebtheit.
Fraglich ist jedoch, ob Kleber das große Wagnis eingeht, sich von seiner gefestigten Position beim öffentlich-rechtlichen ZDF - noch dazu im Medium, für das er seit jeher arbeitet - auf den Schleudersitz des Chefredakteurs-Posten einer solch großen Zeitschrift zu setzen. Verlockend ist das Angebot, allein schon wegen der Reputation, allemal. Doch auch das Risiko in einem für Kleber als öffentlich-rechtlicher Fernsehmacher unbekannten Terrain zu scheitern, darf sicher nicht unterschätzt werden.
Der Vertrag des derzeitigen Chefredakteurs des "Spiegel" - Stefan Aust - läuft zum Ende des kommenden Jahres aus. Es ist damit zu rechnen, dass er den Verlag noch in diesem Jahr verlässt.
Der Vertrag des derzeitigen Chefredakteurs des "Spiegel" - Stefan Aust - läuft zum Ende des kommenden Jahres aus. Es ist damit zu rechnen, dass er den Verlag noch in diesem Jahr verlässt.