Jetzt ist es auch offiziell: Katja Wildermuth wird wohl auch in den kommenden Jahren den BR als Intendantin leiten. Von den Mitgliedern des Rundfunkrats ist sie nun jedenfalls als einzige Person für die Wahl am 31. März vorgeschlagen worden. Die Rundfunkrätinnen und Rundfunkräte hatten seit Anfang Januar Zeit, potenzielle Kandidaten für das Amt zu benennen - am Ende wurde nur Wildermuth vorgeschlagen. 

Wildermuth selbst hat dem Rundfunkratsvorsitzenden Godehard Ruppert auch schon die Bereitschaft erklärt, für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Das ist keine Überraschung: Bereits vor wenigen Wochen sickerte durch, dass die amtierende BR-Intendantin den Job gerne behalten würde (DWDL.de berichtete). Die neue Amtszeit beginnt am 1. Februar 2026. 

Wird Wildermuth mit einfacher Mehrheit Ende März gewählt, steht sie für fünf weitere Jahre an der Spitze der ARD-Anstalt. Dass Wildermuth das Rennen macht, ist inzwischen wohl nur noch eine Formalie. Nicht nur hat der Rundfunkrat in den vergangenen Wochen keine anderen Personen zur Wahl vorgeschlagen. Die Geschäftsordnung des Rundfunkrats sieht auch keine Nachnominierungen vor. Bei der Wahl dürfte also wirklich nur die amtierende BR-Intendantin antreten. Weil auch die einfache Mehrheit im Gremium reicht, sind Überraschungen unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. 

Katja Wildermuth hat den BR in den vergangenen Jahren durch eine turbulente Zeit navigiert. Zuletzt setzte sie ein 70 Millionen Euro schweres Sparprogramm in Gang, zu kämpfen hat der BR unter ihrer Führung auch mit dem Denkmalschutz rund um den aktuellen Standort in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. Das wird den BR unverschuldet wohl viele Millionen Euro kosten (DWDL.de berichtete). Aktuell läuft zudem ein groß angelegter Umzug etlicher BR-Teams nach Freimann.