Zur Jahresmitte 2024 ist bekanntlich das Nebenkostenprivileg gefallen, damit können sich seither Millionen Kabel-Haushalte erstmals frei entscheiden, auf welchem Weg sie ihr TV-Signal empfangen - oder ob sie gänzlich darauf verzichten. Doch bei vielen kommt das TV-Signal nach wie vor übers Kabel an, auch wenn sie gar nicht mehr dafür zahlen. Auch das ist ein Grund, dass die Konkurrenz weniger stark profitieren konnte, als man das im Vorfeld dort erhofft hatte. (Mehr dazu unter anderem an dieser Stelle)
Trotzdem konnte die Telekom die Zahl ihrer IPTV-Kunden im letzten Jahr um 311.000 auf 4,638 Millionen steigern - ein Plus von immerhin 7,2 Prozent. Zum Vergleich: 2023 betrug das Wachstum noch 205.000. Am besten lief das Neukundengeschäft dabei im 2. Quartal, wo der Fall des Nebenkostenprivilegs bereits kurz bevorstand und zudem die Fußball-EM 2024, bei der die Telekom einige Spiele sogar exklusiv übertrug, manch einen zum Abschluss eines Magenta TV-Vertrags animiert haben dürfte.
Im zweiten Quartal kamen rund 114.000 neue TV-Kundinnen und -Kunden dazu, im 3. Quartal waren es noch 77.000, im vierten Quartal schwächte sich das Wachstum dann noch etwas weiter auf +48.000 ab. Das waren somit auch weniger als im vierten Quartal des vergangenen Jahres, als unterm Strich der TV-Kunden-Bestand noch um 68.000 angewachsen war.
Für den Gesamtkonzern Telekom ist Magenta TV freilich nur ein ziemlich kleiner Baustein. Auf Konzernebene wuchs der Gesamtumsatz um 3,4 Prozent auf 115,8 Milliarden Euro, die Service-Umsätze erhöhten sich um 3,9 Prozent auf 96,5 Milliarden. Der bereinigte Konzernüberschuss legte sogar um 18,3 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro zu. Die im November angehobene Prognose wurde damit teils sogar noch übertroffen.Der Vorstandsvorsitzende Tim Höttges schwärmt daher von einem weiteren Rekordjahr für die Deutsche Telekom und blickt auch positiv in die Zukunft: "Unser Schwungrad, als Kernstück unserer Strategie, läuft und sorgt dafür, dass wir auch 2025 an die Erfolge von 2024 anknüpfen werden."