Audio-Update vom 3. April
Aus für Radio Liechtenstein, Pocher-Podcast als Video
© Radio Liechtenstein
Weil Radio Liechtenstein die staatlichen Gelder gestrichen werden, stellt der öffentlich-rechtliche Sender den Sendebetrieb ein. Außerdem: Radio Wellenrausch setzt auf digitale Verbreitung - aber streicht DAB+. Und "Die Pochers" gibt's nun zu sehen.
© Radio Liechtenstein
Noch an diesem Donnerstag wird Radio Liechtenstein seinen Sendebetrieb einstellen. Um 18 Uhr ist Schluss, wie der Sender mitteilte. Grundlage für diesen Schritt sei der Entscheid zur Privatisierung, der im vergangenen Jahr im Rahmen einer Volksabstimmung gefällt wurde. Im Zuge dessen wurden Radio Liechtenstein die staatlichen Gelder gestrichen. Die bestehende Struktur des Senders wird also aufgelöst und der Auftrag als öffentlich-rechtliches Medium endet. "Das Team von Radio Liechtenstein bedankt sich herzlich bei allen Hörerinnen und Hörern für das jahrzehntelange Vertrauen, die Treue und die vielen gemeinsamen Momente", erklärte der Sender. Und weiter: "Mit der Abschaltung endet ein bedeutendes Kapitel der Medienlandschaft Liechtensteins." Die Volksinitiative war von der Partei Demokraten pro Liechtenstein (DLP) ausgegangen, die sich daran störte, dass Radio Liechtenstein einen Großteil der gesamten Medienförderungsgelder erhielt. Ein privates Radio könne dagegen viel günstiger arbeiten, so das damalige Argument. Dazu wird es nun allerdings gar nicht kommen, weil ein konkretes Übernahmeangebot durch einen privaten Investors nicht erfolgt sei, wie die Regierung des Fürstentums gegenüber dem ORF mitteilte. Daher erfolgt nun das schnelle und letztlich auch unrühmliche Aus.
© Radio Wellenrausch
Der norddeutsche Radiosender Radio Wellenrausch hat zum 31. März seine Verbreitung über das Digitalradio DAB+ eingestellt. Begründet wird der Schritt mit einem veränderten Mediennutzungsverhalten. "Die Hörgewohnheiten unserer Community haben sich in den letzten Jahren stark verändert", sagte Christian Hess, Programmleiter von Radio Wellenrausch. "Der Großteil unserer Hörerinnen und Hörer nutzt mittlerweile digitale Plattformen, um unser Programm zu empfangen. Daher haben wir uns entschieden, unsere Ressourcen gezielt in diese Bereiche zu investieren." Die Begründung mutet durchaus kurios an: Weil Hörerinnen und Hörer mittlerweile vor allem digitalen Plattformen nutzen, trennt man sich von einem digitalen Verbreitungsweg. Gestartet war Radio Wellenrausch im Herbst 2023 - zu den Gründern gehörten Dietmar Baum, Harald Thoma und dem mittlerweile verstorbenen Hans Meiser.
© Podimo
Der Podcast "Die Pochers! Frisch recycelt!" mit Oliver Pocher und seiner Ex-Frau Sandy Meyer-Wölden erscheint künftig als Videopodcast. Das hat die Audioplattform Podimo gegenüber DWDL bestätigt. Die erste Ausgabe in neuer Video-Form ist bereits für diesen Freitag geplant. "Zwei hübschen Menschen nicht nur zuhören, sondern sie auch optisch jederzeit zuschalten zu können, ist natürlich eine wunderschöner Mehrwert", sagt Oliver Pocher. "Wir haben mit Video-Podcasts ja bei unseren Liveshows schon einige Erfahrungen gesammelt, jetzt geht’s weiter. Und alles zum gleichen Preis."
© NDR/WDR/Dirk Anschutz
Der NDR-Info-Podcast "Streitkräfte und Strategien" bekommt einen neuen Host: Stefan Niemann tritt ab sofort die Nachfolge von Carsten Schmiester an, der das Format über drei Jahre lang geprägt hat. Schmiester war seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 am Mikrofon und geht nun in den Ruhestand. "Streitkräfte und Strategien" gehört mit teilweise über einer Million Zugriffe pro Monat nach Angaben des NDR zu den erfolgreichsten Politik- und Nachrichtenpodcasts der ARD. "Gerade in dieser Zeit, in der außen- und sicherheitspolitisch kaum ein Stein auf dem anderen bleibt, ist 'Streitkräfte und Strategieseiner ruhigen, kenntnisreichen Einordnung für so viele Menschen eine wichtige Konstante“, so NDR-Chefredakteur Adrian Feuerbacher. "Carsten Schmiester hat mit seiner Fähigkeit, Sicherheitspolitik in einer oft erschreckenden Weltlage verständlich und zugewandt zu erklären, Maßstäbe gesetzt - und Stefan Niemann ist ein idealer Nachfolger." Niemann war 16 Jahre lang Teil des Auslandskorrespondentennetzwerks der ARD. Auch Anna Engelke, stellvertretende Chefredakteurin des ARD-Hauptstadtstudios in Berlin, moderiert regelmäßig Folgen des Podcasts. Als weitere Hosts sind Astrid Corall sowie Kai Küstner für das Format tätig.
© BR
Der "Heimatsound"-Musikwettbewerb des Bayerischen Rundfunks bekommt einen neuen Namen. Künftig ist vom "BR Pop Radar" die Rede. Die Kulturwelle Bayern 2 ruft dafür Musikerinnen und Musiker aus Bayern auf, sich mit einem eigenen Song zu bewerben. Die Vorauswahl trifft eine Jury, bestehend aus Sängerin und Songwriterin Claudia Koreck, Eva Mair-Holmes vom Trikont-Musiklabel, Frederik Mayet vom Passionstheater Oberammergau, Alexander Heger vom Musikhaus Kirstein sowie Redakteurinnen und Redakteuren des BR. Der Gewinner-Act eröffnet das nächste Heimatsound-Festival am 8. August im Oberammergauer Passionstheater und bekommt einen Gutschein im Wert von 2.000 Euro.
Aus für Radio Liechtenstein, Pocher-Podcast als Video
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