- Stück für Stück werden die Nominierungen für den Deutschen Radiopreis bekannt gegeben, der am 6. September in Hamburg verliehen wird. In der Kategorie "Beste Sendung" konkurrieren Antenne Bayern mit "Langemann Latenight", Deutschlandradio Kultur mit "The crazy never die - Die Lange Nacht des Hunter S. Thompson" sowie Radio Bremen und Funkhaus Europa Mit "Piazza" um den Titel. Für das beste Nachrichtenformat ist neben den "1Live Infos" noch das "Antenne Thüringen Nachtmagazin" sowie "Der Tag in Rheinland-Pfalz" von RPR1 nominiert. Um die Auszeichnung für die beste Innovation konkurrieren das "Kiss FM Talkroulette", die "radioeins Radio Show" sowie "CrowdRadio" von detektor.fm. Schon in den beiden vergangenen Wochen waren die Nominierungen in den Kategorien beste Moderatorin, Bester Moderator und beste Radio-Comedy sowie beste Morgensendung und bestes Interview bekannt gegeben worden.
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- Jürgen von der Lippe ist wieder regelmäßig im Radio zu hören. Seit Beginn dieser Woche ist er täglich zwischen 11 und 12 Uhr beim Berliner Rundfunk 91.4 mit dem "Flunkerfunk" zu hören, den es Anfang des Jahres schon einmal gab. Innerhalb der Sendung "Durch den Tag" mit Sarah Schiwy erzählt er kleine Anekdoten aus seinem Leben, von denen allerdings auch manche geflunkert sind. Die Hörer müssen herausfinden, was nun stimmt oder nicht und können dadurch Tickets für die Tour von Jürgen von der Lippe im kommenden Jahr gewinnen. "Man geht in der Psychologie davon aus, dass Lügen lebensnotwendig sind, denn sie dienen dazu, das Selbstwertgefühl zu erhöhen und das Miteinander mit anderen Menschen erleichtern. Wer das gesagt hat, weiß ich nicht, aber ich schließe mich an und ergänze wie folgt: Lügen ermöglicht auch komische Unterhaltung, so wie hier", so von der Lippe.
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- Der NDR unterzieht seine Hörfunkwelle NDR 90,3 einer umfangreichen Reform. Wie das "Hamburger Abendblatt" berichtet, wird die Struktur des Tagesprogramms ab dem 1. Oktober völlig verändert. Statt vier soll es tagsüber künftig nur noch drei Sendeleisten geben und zwar von 5 bis 10, 10 bis 14 und 14 bis 19 Uhr. Damit wird das Tagesprogramm zudem um eine Stunde verlängert. Zudem werden die Moderatoren neu sortiert. Details dazu gibt es noch nicht. Ziel sei es "veränderten Hörgewohnheiten Rechnung" zu tragen und das Publikum zu verjüngen. Stammhörer seien derzeit im Schnitt 60,5 Jahre alt.
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- Eine Änderung am Morgen gibt's bei DASDING, dem jungen Radio-Programm des SWR. Ab dem 3. September begrüßen Merih Ugur und Kotaro "Kotta" Dürr die Hörer in jeder Woche morgens zwischen 6 und 9 Uhr mit "Aufstehen mit DASDING". Neben dem üblichen Mix aus aktuellen Infos, Comedy und Lifestyle-Trends setzt man auch auf die Beteiligung der Hörer, die sich via Telefon oder SMS im Studio melden können. Bislang wechselten sich die beiden mit dem Moderatoren-Duo Patricia und Philipp ab, die künftig nicht mehr am Morgen zu hören sein werden.
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- Das Webradio-Portal phonostar hat die Nutzungsstatistik für das erste Halbjahr veröffentlicht. Demnach wurden allein 22 Millionen Hörerstunden in den ersten sechs Monaten des Jahres gezählt, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Der meistgenutzte Sender war dabei nicht mehr SWR 3, das auf Platz 2 rutschte, sondern der Deutschlandfunk. Deutschlandradio Kultur verbesserte sich um sieben Plätze auf Rang 3 und verwies 1Live damit auf den vierten Rang. Auf Platz 5 folgt Antenne Bayern vor TechnoBaseFM, NDR 2, radio ffn, Ballermann Radio und Bayern 2.
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- Nutzer des Digitalradios in Nordrhein-Westfalen sollten im Lauf des heutigen Tages einen neuen Sendersuchlauf starten. Der WDR stellt seine Digitalradio-Sender auf eine andere Frequenz - von Kanal 12D auf Kanal 11D um. Am Programmangebot ändere sich nichts, die Umstellung sei aber die technische Voraussetzung dafür, dass das Digitalradio-Angebot in NRW in den kommenden Monaten mit höheren Senderleistungen und größerer Programmzahl deutlich verbessert werden könne, heißt es vom WDR. Die Umstellungsarbeiten sollen bis zum Nachmittag beendet sein.
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- Der SWR hat für seinen nächsten "Radio-Tatort", der zwischen dem 12. und 17. September auf den diversen ARD-Stationen zu hören ist, einen prominenten Autoren gewonnen: Fred Breinersdorfer, der u.a. schon das Drehbuch für den Oscar-nominierten Film "Sophie Scholl - Die letzten Tage" geschrieben hat, hat das Hörspiel gemeinsam mit seiner Kollegin Katja Röder verfasst. In "Tödliche Kunst" geht es um ein Bild, das einst von den Nazis gestohlen wurde, und von der Enkelin eines ermordeten jüdischen Praktikanten wiederentdeckt wird. Bevor diese die Recherchen nach dem heutigen Besitzer abschließen kann, wird sie ermordet. Breinersdorfer kann dabei eigene Erfahrungen mit einbringen: "Ich habe jahrelang als Anwalt die Otto-Dix-Stiftung vertreten. Soweit ich weiß, gibt es glücklicherweise keine Mordfälle, aber beinharte Auseinandersetzungen sind nicht selten bei der Durchsetzung von Restitutionsansprüchen auf von den Nazis gestohlenen oder erpressten Kunstwerken." "Tödliche Kunst" soll nicht der letzte Radio-Tatort von Breinersdorfer gewesen sein, derzeit ist ein weiteres Hörspiel in Vorbereitung.
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- Die Journalistin Magdalena Kemper, die 1979 zu den Gründerinnen des ersten wochentäglichen frauenpolitischen Radio-Magazins "Zeitpunkte", das seit 2003 im Kulturradio des rbb zu hören ist, gehörte, verabschiedet sich zum 31. August in den Ruhestand. Sie moderierte im Kulturradio zudem auch die Sendung "Das Gespräch". Kemper wurde für ihre Lebensleistung und ihren Einsatz für frauenpolitische und geschlechterbewusste Brichterstattung erst kürzlich vom Journalistinnenbund mit der Hedwig-Dohm-Urkunde geehrt. RBB-Intendantin führt den im Vergleich zu anderen Anstalten und Unternehmen relativ hohen Anteil von 38,1 Prozent Frauen in Führungspositionen beim RBB auch auf das Wirken von Kemper zurück: "Dass wir so weit gekommen sind, haben viele bewirkt. Aber ohne Magdalena Kemper wäre es nicht zu schaffen gewesen. Die Zahl der Frauen, die sie ermuntert hat, oft auf steinigem Weg, ist Legion."
© rbb/Hanna Lippmann
Von der Lippe flunkert, NDR 90,3 reformiert

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