In den 20er Jahren wurde Heinrich George als "König im Reich der Phantasie" gefeiert. Er brillierte auf der Bühne unter anderem als "Götz von Berlichingen" ebenso wie in Filmen wie "Metropolis" und "Berlin Alexanderplatz". Doch George wollte auch weiter spielen, nachdem Hitler an die Macht gekommen war - und zwar um jeden Preis. Und so war er in Literatur- und Theaterverfilmungen wie "Der Postmeister" und "Der Biberpelz" ebenso wie in Propagandastreifen wie "Hitlerjunge Quex", "Jud Süß" oder "Kolberg" zu sehen.
Der Frage nach der Schuld und Verantwortung des Künstlers in der Diktatur widmet sich nun das Dokudrama "George", das die letzten Lebensjahre des 1946 in russischer Gefangenschaft gestorbenen Heinrich George in den Mittelpunkt stellt. Das von Teamworx produzierte Dokudrama nähert sich dem "Jahrhundertschauspieler" in dokumentarischen Archiv-Aufnahmen und Interviews ebenso wie in Spielszenen.
In diesen wird Heinrich George von seinem Sohn Götz George gespielt. In weiteren Rollen spielen Martin Wuttke (Joseph Goebbels), Muriel Baumeister (Berta Drews), Thomas Thieme (Paul Wegener), Burghart Klaußner (Helmut Maurer), Leonie Benesch (Margot Hanke) und Hanns Zischler (Max Beckmann). Als Zeitzeugen äußern sich unter anderem die Söhne Jan und Götz George sowie Anneliese Uhlig und Christian Weisenborn. Gedreht wird bis Ende Oktober, die Ausstrahlung ist für Mitte 2013 im Ersten und auf Arte geplant.