Foto: Photocase/simmelDas Ringen um die Fernsehvermarktung der Fußballbundesliga wird die Republik noch ein Weilchen beschäftigen. Einen Kompromiss-Vorschlag, den die Deutsche Fußball Liga (DFL) dem Bundeskartellamt unterbreitet hat, lehnte die Behörde am Freitag ab. Das bestätigte eine Sprecherin des Bundeskartellamts gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de.

Das von der Liga vorgeschlagene Modell sah vor, dass die Zusammenfassungen der Höhepunkte der jeweiligen Spiele im Bundesliga-eigenen digitalen Fernsehkanal jeweils zwischen 19:30 und 20 Uhr frei empfangbar zu sehen sein  sollen. Da allerdings laut Angaben des Bundeskartellamts derzeit lediglich 40 Prozent der Haushalte digitales Fernsehen empfangen, sieht die Behörde in diesem Modell noch keine angemessene Verbraucherbeteiligung, die verlangt wird, damit das Kartell der Zentralvermarktung der Liga auch weiterhin genehmigt werden kann. Eine Umrüstung auf ein digitales Fernsehsignal sei zudem für den Verbraucher mit Kosten verbunden.
 

 

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Das Bundeskartellamt hatte vor drei Wochen angekündigt, gegen die Ausschreibung der Bundesliga-Rechte vorzugehen, sollte die Liga an dem Modell festhalten, die Free-TV-Zusammenfassungen zu Gunsten einer höheren Exklusivität im Bezahlfernsehen auf die späteren Abendstunden zu verlegen. Noch nicht vom Tisch sind die Überlegungen zu einer so genannten "Mini-Sportschau", in der zwar Zusammenfassung der Spiele vor 20 Uhr gezeigt werden könnten, diese sich aber auf nur wenige Minuten beschränken.