Logos: Das Erste / ZDF35 Prozent der Deutschen halten nach einer repräsentativen Umfrage der Programmzeitschrift "Auf einen Blick" bei 1004 über 14-Jährigen Bundesbürgern die öffentlich-rechtlichen Sender für verzichtbar - bzw. würden sie gerne auf sie verzichten, wenn sie dann auch keine Rundfunkgebühren mehr zahlen müssten.

Besonders gering fällt die Akzeptanz des gebührenfinanzierten Fernsehens bei den Berufstätigen aus: Nur 54 Prozent wollen hier nicht auf ARD, ZDF und Co. verzichten. Auch bei den unter 40-Jährigen können sich 46 Prozent vorstellen, auf ARD und ZDF zu verzichten. Darüberhinaus finden Frauen ARD und ZDF offenbar wichtiger als Männer.


Überwiegend für unentbehrlich halten ARD und ZDF hingegen vor allem Besserverdienende, d.h. Personen mit einem Haushaltsnetto von mehr als 1500 Euro: 69 Prozent wollen hier nicht auf die öffentlich-rechtlichen  Sender verzichten. Bei den Befragten mit Abitur/Uni-Abschluss sind es sogar 76 Prozent. 

In der aktuellen Diskussion um die Neuordnung des Rundfunkgebührensystems wären 42 Prozent für ein Pay-per-View-Verfahren, nach dem nur das zu bezahlen wäre, was auch tatsächlich eingeschaltet wurde. Die diskutierte und von zahlreichen Politikern bevorzugte Haushaltsabgabe halten hingegen nur 19 Prozent für begrüßenswert. Selbst das bisherige GEZ-System hat da mit 37 Prozent eine deutlich höhere Zustimmung.

Was diese Zahlen allerdings wert sind relativiert sich bei der Frage, wie gut sich die Befragten überhaupt mit dem Rundfunkgebühren-System auskennen: Rund ein Viertel sind der Meinung, dass die Rundfunkgebühr auch den privaten Sendern zugute kommt. Bei den Schülern wissen sogar 52 Prozent nicht, dass private Sender von den Rundfunkgebühren gar nichts abbekommen.